Wissenschaftliche Ergebnisse bei der Therapieauswahl mit dem Spherotec Test bei Eierstockkrebs (Ovarial Karzinom)

Ausserhalb der Studien wurden aus 15 operativ entfernten primären Ovarialkarzinomproben Tumorsphäroide generiert. Die Ergebnisse können deshalb schon jetzt hier präsentiert werden.

Diese Mikrotumore wurden leitliniengerecht mit der in der Klinik bevorzugten Kombinationstherapie aus Carboplatin und Paclitaxel (C+P) behandelt. Eine deutliche Zellhemmung (≤20%) der Sphäroidzellen war jedoch nur bei 45% der Tumorsphäroide detektierbar. Dagegen konnte bei 67% der Ovarialsphäroide eine effizientere Therapie identifiziert werden. Die ebenfalls leitliniengerechte Kombination aus Carboplatin und Gemcitabin (C+G) zeigte im direkten Vergleich bei 40% der Patientenproben einen stärkeren Therapieeffekt. Die stärkste Zellhemmung beim primären Ovarialkarzinom konnte jedoch mit Treosulfan erzielt werden. Diese Monotherapie ist jedoch aktuell nur beim rezidivierenden Ovarialkarzinom zugelassen und wird deshalb bei der Primärtherapie nur in Ausnahmefällen eingesetzt.
Bei den meisten Patientinnen waren zusätzlich zum Ovar weitere Tumorabsiedlungen im Bauchraum detektierbar. Auch aus diesen anderen Tumorlokalisationen konnten Sphäroide generiert werden (100%). Der direkte Vergleich zwischen dem primären Ovarialkarzinom und seinen synchronen Lokalisationen ergab unter gleichen Bedingungen signifikante Unterschiede. Dies zeigte sich sowohl in der Sphäroidmorphologie, als auch im Ansprechen auf die getesteten Therapeutika. Bei 50% der Patientinnen reagierten die Tumorabsiedlungen im Vergleich zum Ovarialkarzinom unterschiedlich. Klinisch besonders relevant sind die Tumorlokalisationen, die im Gegensatz zum primären Ovarialkarzinom kein Ansprechen auf C+P zeigen. Hier könnte die Ursache für eine schnelle Rezidivbildung innerhalb von sechs Monaten liegen.

Kontakt
Direktzugriff
Sie sind Patient und suchen Informationen >>Mehr
Unser Unternehmen
Andere Unternehmensbereiche

spherotec - spheroids for anti-cancer drug selection